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Therapie und Prävention

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Eine rechtzeitige therapeutische Versorgung sichert und fördert Entwicklungspotenziale. Wo alle Akteure interdisziplinär zusammenarbeiten, kommt der Mensch mit all seinen Entwicklungsmöglich-keiten in den Blick.

Die auf dieser Basis entwickelten, individuellen Therapieangebote eröffnen optimale Entwicklungschancen.

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Papst Franziskus segnet Vitus Pilgerstab

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Schmidt nahm Kontakt mit dem deutschen Pilgerbüro in Rom auf. In Pfarrer Wolfgang Demmel fand sie einen Verbündeten. „Er war begeistert von unserer Aktion und versprach, sie an den Vatikan weiterzuleiten.“ Nach mehreren Korrespondenzen „hörten wir lange Zeit nichts mehr“. Dann kam ihre Sekretärin Anne Held in ihr Büro gestürmt und sagte: „Ich habe den Vatikan in der Telefonleitung für dich.“ Pfarrer Demmel sagte ihr, dass den Vatikan die „wunderschöne Geschichte“ überzeugt habe. Sie könne an einer Generalaudienz teilnehmen.

Also machte sich Schmidt gemeinsam mit ihrem Mann und einem befreundeten Ehepaar im November 2017 auf dem Weg nach Rom. Bereits am Vorabend der Audienz wollte Schmidt die Einlasskarten in der „Prefettura della Casa Pontificia“ abholen. Am Eingang des Ausgabebüros patrouillierte die Schweizer Garde. „Als ich an ihnen vorbeigehen wollte, kreuzten sie direkt vor mir die Schwerter.“ Schon hier entpuppte sich das offizielle Schreiben von Präfekt und Erzbischof Georg Gänswein als wahrer Türöffner. Als die Schweizer Garde ihr dann die Karten aushändigten, sagte der Garderist: „Das sind aber besondere Karten.“ Tatsächlich gab es mit den Nummern 33, 34, 35 und 36 vier Plätze in der „prima fila“ (in der ersten Reihe).

Bereits weit vor der Audienz machten sich Schmidt und ihre Begleiter auf den Weg zum Petersplatz. Sieben Kontrollen sollten sie auf dem Weg zu ihren Plätzen unter freiem Himmel passieren. „Bereits die erste Wache wollte mir den Pilgerstab abnehmen“, so Schmidt. Tatsächlich bedurfte es großer Überredungskünste in mehreren Sprachen und einiger Telefonate, bis sie endlich auf ihren nummerierten Sitzen in der ersten Reihe Platz nehmen konnten. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sie einen imposanten Blick über das Szenario. Wenig später fuhr der 80-jährige Papst mit seinem offenen Papamobil auf dem Petersplatz vor.

Franziskus suchte das persönliche Gespräch mit den Menschen, schüttelte Hände und segnete gerade die Kinder. „Er liebt die Menschen“, ist Schmidt noch immer angetan von der Ausstrahlung des Papstes. Danach ging Franziskus zu den Besuchern auf der Empore. Schmidt, gekleidet mit einem T-Shirt des Vitus Ambulanzzentrums, spürte, wie ihr Herzschlag raste. „Ich war vor Aufregung den Tränen nahe.“ Sie hatte eigens auf Spanisch den Satz gelernt: „Bitte segne uns.“ Doch als der Papst direkt vor ihr stand, „kriegte ich kein Wort heraus“. Der Heilige Vater nahm ihre Hände und schenkte ihr ein Lächeln. Dann sagte sie ihm auf Deutsch, dass sie stellvertretend für „Menschen mit Behinderungen“ hier sei. Der Papst segnete sie und den Pilgerstab.

Schmidt suchte vor ihrer „Pilgerreise“ nach Rom noch die Bürgermeister der Städte Meppen, Haren und Haselünne auf. An diesen Standorten ist Vitus vor Ort. Helmut Knurbein, Markus Honnigfort und Werner Schräer schmückten den Pilgerstab mit ihren Stadtwappen. Für Schmidt steht schon heute fest: „Dieser Pilgerstab wird einen ganz besonderen Platz in unserer Einrichtung erhalten und für die Menschen ein Ort der Ruhe, der Besinnung, des Trostes, der Zuversicht und auch der Freude sein.“