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Kommunikation macht Teilhabe möglich

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Kommunikation stellt eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe an jeglichen Aktivitäten und Prozessen des menschlichen Miteinanders dar. Sie bietet die Möglichkeit eigene Bedürfnisse, Anliegen, Wünsche sowie Sichtweisen zu äußern und dient somit maßgeblich der Selbstbestimmung. Gerade Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigungen, die beispielsweise nicht laut sprechen können, nutzen oftmals alternative Kommunikationsformen und –mittel.

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Inklusiv vor Ort: neuer Beauftragter für Gelingende Kommunikation im Herzen von Meppen

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„Ich sehe meine neue Aufgabe als große Chance und herausfordernde Tätigkeit an, bei der ich viel bewegen kann“, erklärte Barlage. Im Rahmen eines Projektes des Vielfalter-Verbunds – ein Zusammenschluss von acht Trägern der Förderung und Assistenz für Menschen mit Behinderung in Süd-West Niedersachsen – wurden bereits einheitliche Standards zu u.a. Gebärden, elektronischen Kommunikationshilfsmitteln und Symbolen festgelegt. Diese gilt es nun – soweit noch nicht geschehen – bei Vitus intern umzusetzen. Gleichermaßen sollen diese Standards auch in den Sozialraum getragen werden. „Wir möchten alle Menschen und Akteure des öffentlichen Lebens einbeziehen. Auch Menschen mit kommunikativen Einschränkungen sollen beispielsweise dazu in der Lage sein, beim Bäcker ein individuell belegtes Brötchen oder Brot zu kaufen.“ Hier sei es zum Beispiel möglich, über Symbolkarten zu kommunizieren oder mit einer bestimmten Beschilderung zu arbeiten. Das setze allerdings voraus, dass das Personal beim Bäcker diese Kommunikationsformen verstehe. Das Thema „Gelingende Kommunikation“ soll im Sozialraum publik gemacht und zentrale Personen aber auch Fachkräfte von morgen sensibilisiert werden. Das Projekt wird dabei über drei Jahre von Aktion Mensch mit einer Summe von knapp 190.000 Euro unterstützt.

Als gut gerüstet sieht sich Mats Barlage für seine neuen Aufgaben bei Vitus: Sein duales Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit hat er zunächst an einer privaten Akademie in Nordhorn begonnen und an der Saxion University of Applied Sciences in Enschede abgeschlossen. Während der Studienphase absolvierte der 29-jährige Nordhorner einschlägige Praktika im Bereich der Sozialarbeit. Im Anschluss an das Studium in Enschede entschied er sich für ein Masterstudium an der Fachhochschule Münster im Bereich Jugendhilfe – Konzeptionsentwicklung und Organisationsgestaltung. Seine Erfahrungen und das gesammelte Knowhow möchte er nun tatkräftig in seine neuen Aufgaben einbringen.