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Kindliche Entwicklung und Familie

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Kinder suchen keine Unterschiede, sondern Gemeinsamkeiten: fünf Jahre integrative Krippe in Meppen

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Als erste integrative Krippe im mittleren Emsland startete Vitus vor fünf Jahren mit einem Angebot für Kinder mit und ohne Behinderung in Meppen. Insgesamt 12 Kinder unter drei Jahren besuchten 2011 die Gruppe „die Knirpse“. Heute befinden sich bereits zwei Gruppen mit insgesamt 27 Kindern in der Vitus Einrichtung. Diese Erfolgsgeschichte wurde nun mit einem offiziellen Festakt sowie einem Tag der offenen Tür gefeiert. 

   

 

Viel Spaß beim Plantschen hatten die Kinder der integrativen Krippe beim Tag der offenen Tür  Quelle J. Große  
   
Jutta Bielke, Leitung Vitus Kindertagesstätten, begrüßte die Gäste zu der offiziellen Feierstunde und erklärte die Besonderheiten der integrativen Krippe: „Es gibt viele Betreuungs- und Fördermöglichkeiten, da die Krippe an den heilpädagogischen Kindergarten angegliedert ist und dadurch Räume und Angebote mitgenutzt werden können.“ Betreut werden die Kinder von insgesamt drei Erzieherinnen, zwei Heilpädagoginnen, einer Sozialassistentin und einer Jahrespraktikantin. Unter dem Motto „so normal wie möglich, so besonders wie notwendig“ werden alle Krippenkinder speziell gefördert: Heilpädagogisches Reiten bei dem benachbarten Bauernhof „Brüning“ und Schwimmen im Therapiebad werden für Kinder mit Förderbedarf regelmäßig und für alle anderen Kinder nach Verfügbarkeit angeboten. Die Nutzung der Snoezel- und Matschräume sowie der Bewegungsbaustelle steht allen Kindern zur Verfügung. Die Angebote sind vielfältig und auf eine optimale Entwicklung der Kleinen ausgerichtet.

„Als die Bundesregierung 2011 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder unter drei Jahren beschloss, haben wir auf diese Entwicklung reagiert. Für uns als Träger von Einrichtungen der Behindertenhilfe war natürlich klar, dass wir dieses Angebot inklusiv gestalten“, berichtete Michael Korden, Vitus Geschäftsführer, über die Anfänge der Krippe. In ihrer Ansprache bestätigte Annelene Ewers von der Stadt Meppen: „Der Spagat zwischen Familie und Beruf wird nur dank Einrichtungen wie dieser möglich.“ Dr. Thomas Niehoff vom Landkreis Emsland überbrachte Glückwünsche im Namen des Landkreises: „Vitus hat in der Region eine Vorreiterrolle übernommen, Kinder werden hier fachkompetent und mit Herzblut betreut“, so Niehoff.

Bei Vitus werden im Sinne von Inklusion Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam gefördert und in ihrer Entwicklung begleitet. So gehören zu den „Knirpsen“ derzeit zwei Kinder mit Förderbedarf. „Alle Kinder – auch mit erhöhtem Betreuungsbedarf – sind mitten drin in der Gruppe, erklärte Elternvertreterin Sandra Maren Keller, und bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen der Krippe für ihre gute Arbeit. „Wir würden uns ein Anschlussangebot mit einer Regelgruppe wünschen, damit unsere Kinder nicht ab dem vierten Lebensjahr die Einrichtung wechseln müssen.“ Die zweite Gruppe in der Vitus Krippe – die Wichtel – ist eine Regelgruppe bestehend aus 15 Kindern. Insgesamt können pro Gruppe bis zu drei Kinder mit Förderbedarf aufgenommen werden, wodurch sich die Gruppengröße entsprechend verringert.

In der integrativen Krippe wird auf Wunsch eine Ganztagsbetreuung von 07:00 – 18:00 Uhr angeboten. Zudem wird auf eine intensive Elternarbeit Wert gelegt. Eine bedarfsgerechte Eingewöhnung zusammen mit den Eltern, täglicher und unbeschwerter Elternkontakt in Form von Tür- und Angelgespräche sowie Elterncafés zu ausgewählten pädagogischen Themen finden regelmäßig statt.

Die Feierlichkeiten im Rahmen des Jubiläums ließen die Mitarbeiter der Krippe, Eltern und Kinder mit einem Tag der offenen Tür ausklingen. Bei Kaffee und Kuchen oder auch einer Grillwurst konnten sich die zahlreichen Besucher über das Angebot der Vitus Krippe informieren. Neben Aktivitäten wie Kinderschminken, Dosenwerfen und Basteln wartete ein besonderes Highlight auf die Gäste: der Auftritt des Sängers und Musikers Heiko Fänger mit Liedern von seiner neuen CD „Ingas Garten“. Mit tierisch tollen Liedern über die Tiere des Waldes und des heimischen Gartens begeisterte Fänger das Publikum.