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Freizeit und gemeindenahe Begegnung

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„Heimat haben“ bedeutet Lebensqualität. Dabei meint Heimat mehr als einen Ort zum Leben: Soziale Kontakte, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben lassen Menschen heimisch werden, fördern ihre persönliche Entwicklung und geben ihrem Leben Halt und Würde.

Das gilt selbstverständlich auch für Menschen mit Behinderung, die oft nicht an ihrem Wohnort lernen oder arbeiten, und dennoch am gesellschaftlichen Leben ihrer Gemeinde teilnehmen möchten.

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Sommernachtstraum bezaubert!

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Unter dem Titel „Sommernachtstraum“ haben 16 Marienhaus-Schülerinnen des zweiten Ausbildungsjahres der Fachschule Heilerziehungspflege auf der Aulabühne des Meppener Marianums zusammen mit 80 Beschäftigten der Vitus Werkstatt ein vor Lebenslust sprühendes buntes Programm präsentiert, das seinesgleichen sucht. 

   
 
 

 

Vor fast drei Jahren – im Herbst 2011 – entstand die Idee: Katharina, eine damalige Praktikantin der Vitus Werkstatt (und jetzige HEP-Schülerin der Marienhausschule), hatte mit ihrem Abiturjahrgang einen Varieté-Abend einstudiert und vor großem Publikum aufgeführt. Warum sollte das nicht auch mit Menschen mit und ohne Behinderung gelingen?!
   
 
   
Nach einem Fehlversuch im Frühjahr 2012 ging es nun zwei Jahre später endlich los: Mitte Februar traf man sich das erste Mal in der Kantine der Hauptwerkstatt. Ein wirklich beeindruckendes Bild! Über 80 Beschäftigte der Werkstätten Nödike und Bokeloh und 28 Schüler/ innen der Heilerziehungspflege saßen dort voller Vorfreude und Erwartung, um gemeinsam in ein großes Vorhaben zu starten.
In vier Gruppen eingeteilt – Musik, Bühnenbau/ Catering, Tanz und Theater – machten sie sich hochmotiviert und überaus kreativ ans Werk. Von nun an erlebten sie eine intensive Zeit des Arbeitens, Planens, Probens, Hämmerns, Kochens, Bastelns, Tanzens, Spielens, Singens und vor allem eine Zeit der Gemeinsamkeit.
   
 
   
Mit feinem Gespür für eben diese besonderen Fähigkeiten ist es den Schülerinnen gelungen, jedem Einzelnen der Werkstattbeschäftigten aller Altersgruppen nicht nur das Gefühl zu vermitteln, etwas Besonderes zu sein, sondern auch das Erleben, empfundener Freude Ausdruckskraft geben zu können.
   
 
   
Für jeden der Beteiligten war etwas Passendes dabei, von gut gespielten pointierten Sketchen über von rhythmischem Körpergefühl geprägte Tanzdarbietungen bis hin zum alle einschließenden Chorgesang.
   
 
   
Es wurde deutlich, dass auch ein Rollstuhl kein Hindernis für hingebungsvolles, stimmungsreiches Tanzen ist und dass man eine Gitarre nicht in gewohnterHaltung spielen muss, sondern sie mit faszinierendem musikalischem Feingefühl auch auf dem Schoß zum Klingen bringen kann.
   
 
   
An dieser Stelle sei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Vitus Werkstatt von Herzen gedankt, die den Mitwirkenden jeden Dienstagnachmittag und besonders in der letzten Woche die Zeit für die Proben gaben, sie motivierten, von Bokeloh nach Nödike brachten und einfach hinter dem Projekt standen.
   
 
   
Großartig, was geleistet wurde! Großartig, wie viel Zeit die HEPs über die Probenzeiten hinaus auch in ihrer Freizeit investierten! Und großartig, was dabei herauskam! Jeder Mitwirkende hatte seinen Platz gefunden.
   
 
   
Die ganze Arbeit und Leidenschaft, die hinter allem stand, wurde mehr als deutlich, als sie am 13.Juni zu ihrer leider einzigen Aufführung kam. Es gab viel zu staunen, zu lachen, zu hören, zu sehen und zu schmecken. Das Publikum ließ sich bis ins Herz berühren vom „Sommernachtstraum“ 2014.
Was wäre dagegen schon ein vierter Fußball-Weltmeistertitel…?