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Berufliche Qualifizierung und Teilhabe am Arbeitsleben

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Berufliche Qualifizierung und die persönliche Weiterentwicklung durch Arbeit geben dem Leben Dynamik und Perspektive. Im Zusammenspiel ermöglichen sie ein selbstbestimmtes Leben und eine Weiterentwicklung persönlicher, sozialer und fachlicher Fähigkeiten.

Berufliche Qualifizierung ist Voraussetzung für eine weitgehende Teilhabe am Arbeitsleben, die jedem Menschen wiederum Würde, Sicherheit und Bestätigung gibt und seinen Alltag strukturiert.

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Stadtrundgang in Meppen: SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder in der Meppener Radstation

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Im Rahmen eines Stadtrundgangs informierte sich Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder (SPD) über aktuelle Projekte und Bauvorhaben in der Stadt Meppen. Neben der Meppener Stadtverwaltung und dem Flüchtlingscafé Internation stand ebenfalls die Besichtigung des neuen Polizeigebäudes auf der Agenda.  

   

 

Interessiert zeigte sich Dr. Daniela De Ridder (Bildmitte) in der Meppener Radstation  
   
Besonders angetan zeigte sich De Ridder zum Abschluss von dem Angebot der Radstation am Meppener Bahnhof, in der aktuell acht Menschen mit Behinderung auf ausgelagerten Arbeitsplätzen der Vitus Werkstatt tätig sind. Die Mitarbeiter und Beschäftigten der Radstation erklärten ihr insbesondere die Funktionsweise der innovativen Fahrradwaschanlage. Die Räder – auch E-Bikes – werden schonend mit Ultraschall gereinigt.

Johannes Münzebrock, Kompetenzfeldleiter Berufliche Qualifizierung und Teilhabe am Arbeitsleben bei Vitus, berichtete von den Herausforderungen junger Menschen mit Behinderung, auf den allgemeinen Arbeitsmarkt einen Platz zu finden. „Das fängt schon bei der Qualifizierung an. Bis vor kurzem war es Werkstattbeschäftigten nicht möglich, einen anerkannten Abschluss mit einer entsprechenden Tätigkeitbezeichnung zu erlangen“, so Münzebrock. Durch erfolgte Akkreditierungen der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen können Vitus und weitere Träger der Region neuerdings Menschen mit Behinderung zum Gehilfen oder zur Hilfskraft qualifizieren.

Im Anschluss folgte ein reger Austausch zum Referentenentwurf für das neue Bundesteilhabegesetz und dessen Auswirkungen auf die Menschen mit Behinderung und die Träger der Behindertenhilfe in der Region. Vitus Geschäftsführer Michael Korden erklärte, dass die Träger der Behindertenhilfe auf qualifiziertes Personal angewiesen seien. Eine tarifliche Bezahlung sei dabei eine wesentliche Voraussetzung, um auch zukünftig junge Menschen dafür zu gewinnen, als Fachkräfte in soziale Berufsfelder einzusteigen und so die bestehende Betreuungsqualität für Menschen mit Behinderung aufrecht zu erhalten.

Die Träger der Behindertenhilfe erhalten für jeden betreuten Menschen eine pauschale Vergütung, die laut neuem Gesetzesentwurf in den Jahren 2018/2019 eingefroren werden soll. Eine große Herausforderung – denn die tariflichen Personalkosten steigen weiter an. „Obwohl wir der Meinung sind, dass gute Arbeit auch angemessen entlohnt werden soll, könnten wir die zu erwartenden Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst so nicht mehr kompensieren“, verdeutlichte Korden.

De Ridder verfolgte die Ausführungen der Vitus Vertreter aufmerksam und versprach, sich persönlich für die vorgetragenen Anliegen im weiteren Gesetzgebungsprozess einzusetzen.