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Berufliche Qualifizierung und Teilhabe am Arbeitsleben

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Berufliche Qualifizierung und die persönliche Weiterentwicklung durch Arbeit geben dem Leben Dynamik und Perspektive. Im Zusammenspiel ermöglichen sie ein selbstbestimmtes Leben und eine Weiterentwicklung persönlicher, sozialer und fachlicher Fähigkeiten.

Berufliche Qualifizierung ist Voraussetzung für eine weitgehende Teilhabe am Arbeitsleben, die jedem Menschen wiederum Würde, Sicherheit und Bestätigung gibt und seinen Alltag strukturiert.

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Projekt Porsche-Junior

Wie alles begann

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"EINMAL IM LEBEN PORSCHE FAHREN …“ sicherlich der Traum vieler Jugendlicher, sollte im Frühjahr 2012 auf Gut Kellerberg ein wenig näher rücken. Zugegeben mit dem oben abgebildeten Modell lässt sich kaum ein Autorennen gewinnen und der Rausch der Geschwindigkeit hält sich in Grenzen. ABER - welcher Fahrer eines 911 kann schon von sich behaupten, mit seinem Fahrzeug einen Anhänger ziehen zu können und dabei noch 3 Tonnen Zuckerrüben geladen zu haben? Sicherlich keiner!

Die 8 Jugendlichen des St.-Vitus-Werkes jedoch, die unter Anleitung des zuständigen Bildungsbegleiters Clemens Dickebohm die Restaurierung eines 52 Jahre alten Porsche Standard 217 T in Angriff nahmen, konnten sich am Ende eines beschwerlichen, aber auch lehrreichen Weges mit diesem Privileg schmücken.

Unter Schirmherrschaft des Projekt-Porsche-Junior G.E.V wurde im Kompetenzzentrum Gut Kellerberg ein Projekt auf die ´Räder´ gestellt, dass bei allen Beteiligten Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen, Geschick und Improvisationsvermögen erforderte. Damit wurden Kompetenzen gestärkt, die auch in der schulischen und berufsbildenden Arbeit vor Ort täglichen verfolgt werden. Wie technische Vorgänge funktionieren, welche speziellen Werkzeuge wann zum Einsatz kommen oder wie mechanische Probleme kreativ gelöst werden können- dies alles konnten die beteiligten Jungendlichen  im Laufe der darauffolgenden Wochen und Monaten bei ihrer Arbeit praktisch erfahren.

Natürlich verlief bei den Arbeiten nicht immer alles rund! (Insbesondere beim Motor!) Dort brach eine Schraube, hier passte die gefertigte Haube nicht, an anderer Stelle trat plötzlich Öl aus, wo eben noch eine neue Dichtung eingesetzt war. Dass bei der Erstmontage Teile übrig blieben, war fast schon Standard, aber dafür klappte der zweite Zusammenbau umso besser. Wenn all´ diese kleinen Katastrophen dann noch in den folgenden Wintermonaten passieren, sind  die Motivationskünste der Pädagogen besonders gefordert.

Aller Frust war jedoch schnell verflogen, als sich im Sommer 2014 das Werkstatttor öffnete und ein knallroter, blitzender 217 T unter dem Beifall aller Schüler und Auszubildenden auf den Hof rollte.

   

 

   
Wie sehr das Fahrzeug von den vielen Mühen profitiert hat, war auf den ersten Blick zu erkennen. Welchen Gewinn die beteiligten Jugendlichen aus diesem Projekt gezogen haben, lassen die stolzen Blicke der ´Blaumänner´ nur erahnen. Nachdem alle Beteiligten mit ´ihrem´ Porsche einige Runden drehen konnten und sie aus der Hand des Initiatoren und Vorstandsvorsitzenden Harald S. Stegen eine Urkunde nebst T-Shirt erhielten war für alle klar - WIR MACHEN WEITER!

(…… und im Januar 2015 startete das Projekt mit einem neuen Patienten.)