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Berufliche Qualifizierung und Teilhabe am Arbeitsleben

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Berufliche Qualifizierung und die persönliche Weiterentwicklung durch Arbeit geben dem Leben Dynamik und Perspektive. Im Zusammenspiel ermöglichen sie ein selbstbestimmtes Leben und eine Weiterentwicklung persönlicher, sozialer und fachlicher Fähigkeiten.

Berufliche Qualifizierung ist Voraussetzung für eine weitgehende Teilhabe am Arbeitsleben, die jedem Menschen wiederum Würde, Sicherheit und Bestätigung gibt und seinen Alltag strukturiert.

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Landwirtschaftskammer Niedersachsen akkreditiert Qualifizierung zur Hilfskraft im Gartenbau und in der Hauswirtschaft

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Menschen mit Behinderung eine echte Chance geben, um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen – dieses übergeordnete Ziel steht hinter dem bundesweit einzigartigen Projekt der VAB (Vertrieb, Auftragsbeschaffung und Bildung zur Teilhabe am Arbeitsleben): Beschäftigte aus Werkstätten in der Region haben nun die Möglichkeit, sich als Hilfskraft im Gartenbau sowie in der Hauswirtschaft zu qualifizieren und ein entsprechendes Zertifikat zu erhalten.

   

 

Sowohl Vitus Mitarbeiter und Beschäftigte als auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft freuen sich über die Akkreditierung durch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen  
   
Das Thema Inklusion gestaltet sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt immer noch schwer. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung ist doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Behinderung. Was ihren Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zudem erschwert: Nach dem Durchlauf des zweijährigen Berufsbildungsbereichs erhalten die Teilnehmer keinen Abschluss oder ein Zeugnis, da das Berufsbildungsgesetz hierzu bislang keine Regelungen getroffen hat. Sie können potentiellen Arbeitgebern somit nicht vorweisen, was sie gelernt haben und welche Aufgaben sie selbstständig ausüben können. Mit dem neuen Zertifikat können die Beschäftigten bei Bewerbungen nun ihre Kenntnisse und Fähigkeiten belegen. Am 19.04.2016 fand im Bildungs- und Veranstaltungshaus in Altenoythe die feierliche Überreichung der Akkreditierungsurkunden an die acht beteiligten Werkstattträger statt.

Moderator Ludger Abeln führte durch das Programm der Feierstunde. Die Festrede hielt CDU-Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann, der auf die schwierige Ausbildungs- und Beschäftigungssituation von jungen Menschen mit Handicap zu sprechen kam und die Werkstätten sowie die Landwirtschaftskammer dafür lobte, einen gemeinsamen Weg gesucht zu haben, um Türen zu öffnen und um Inklusion mit Leben zu füllen. Kammerpräsident, Gerhard Schwetje, überreichte im Anschluss die Zertifikate an die Teilnehmer und Fachkräfte der Berufsbildungsbereiche.

In zwei Arbeitsgruppen entwickelten Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Vertreter der beteiligten Werkstätten gemeinsam die Konzepte zu den beiden neuen Qualifizierungen, um Teilnehmern der Berufsbildungsbereiche künftig eine breitgefächerte Ausbildung bieten zu können. Durch Akkreditierungsaudits vor Ort überzeugten sich die Vertreter der Kammern vom Vorliegen der notwendigen personellen/fachlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen. Durch diverse Kooperationen, insbesondere innerhalb der hiesigen Wirtschaft mit den verschiedenen Betrieben der Industrie und des Handwerks, werden die Qualifizierungen abgerundet. „Damit setzen wir einen wichtigen Qualitätsstandard für berufliche Bildung in Werkstätten“, so VAB-Geschäftsführer Johannes Münzebrock.

Folgende acht Werkstätten erhielten das Zertifikat in der feierlichen Runde:

  • Andreaswerk e. V., Vechta
  • Bersenbrücker gemeinnützige Werkstätten
  • Caritas Verein Altenoythe e. V.
  • Caritas-Werkstätten nördliches Emsland GmbH, Papenburg
  • Christophorus-Werk, Lingen
  • GPS, Wilhelmshaven
  • Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e. V.
  • St.-Vitus-Werk GmbH, Meppen